Zum Zusammenhang von Gender (Non-)Konformität und negativen Vorfällen im Sport

Zum Zusammenhang von Gender (Non-)Konformität und negativen Vorfällen im Sport
// mit Dr. Birgit Braumüller

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Zoom-Meeting am 28.10.2021 ab 18 Uhr beitreten über:
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Meeting-ID: 946 6598 9524

Viele Sportkontexte sind (noch immer) geprägt von einer binären Geschlechtertrennung und heteronormativen Strukturen, in denen primär männlich geprägte Verhaltensweisen und Stereotype erwartet werden und Erfolg versprechen. Diese Ausgangslage benachteiligt Personen mit einer nicht heterosexuellen Orientierung und/oder einem nicht konformen Geschlechtsausdruck bei der Sportpartizipation und kann Erfahrungen von Vorurteilen, Ausgrenzung und Diskriminierung bedingen.

Im Fokus des Vortrags steht die Frage nach dem Zusammenhang eines (non-) konformen Geschlechtsausdrucks mit negativen Vorfällen im Sport. Negative Vorfälle werden einerseits über persönliche negative Erfahrungen beim Sporttreiben und anderseits über einen bewussten Verzicht auf Sportarten von Interesse abgebildet. Beim Zusammenhang von Gender (Non-) Konformität und negativen Vorfällen im Sport wird das Geschlecht der Befragten (sex) und die Geschlechtskonnotation von Sportarten, d.h. die sozial konstruierte und stereotype Wahrnehmung von Sportarten als männlich, weiblich oder neutral berücksichtigt. Die empirische Analyse wird von zugrundeliegenden theoretischen Überlegungen und Handlungsempfehlungen für die Praxis gerahmt.

Die Daten entstammen einem quantitativen Online-Survey, das in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Rahmen des Erasmus+ Projekts OUTSPORT von einer internationalen Projektgruppe durchgeführt wurde. Das für diesen Vortrag genutzte Subsample besteht aus 2232 aktiven Sportler*innen, die sich als nicht-heterosexuelle und cis-geschlechtliche Personen identifizieren.

 

Vortragende: Dr. Birgit Braumüller, seit 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie und Genderforschung der Deutschen Sporthochschule Köln, Mitglied des OUTSPORT Projektteams. Forschungsschwerpunkte: (1) Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Sport, (2) Konstruktion von Geschlecht in den Sportmedien, und (3) Soziale Medien und Sporttreiben.

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