Queer materialism. Feministischer Materialismus im Anschluss an Judith Butler und Karl Marx

Queer materialism
Feministischer Materialismus im Anschluss an Judith Butler und Karl Marx
// mit Franziska Haug

 

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Zoom-Meeting am 14.01.2021 ab 18 Uhr beitreten über:
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Gegenwärtige feministische und queere Debatten teilen sich in Deutschland weitestgehend in zwei Lager auf: Auf der einen Seite steht ein differenzfeministischer, materialistischer Feminismus, der ein universelles „wir“ der Frauen in Anspruch nimmt, auf der anderen Seite ein intersektionaler Queerfeminismus mit einem Fokus auf diskursive Identitätspolitik. Erstere Position wirft der zweiten vor, das geschlechtliche und körperliche Subjekt gänzlich in poststrukturalistischer Sprachvermittlung aufzulösen. Letztere Position wirft der ersteren vor, eine problematische Essentialisierung der Frau zu betreiben.

Der Vortrag wird zeigen, dass diese beiden Ansätze, die sich besonders in der politischen Praxis voneinander abgrenzen, einen wesentlichen Knackpunkt teilen, der im Verständnis des historischen Gewordenseins von Geschlecht zu suchen ist.
Mit Blick auf Judith Butlers Bodies that matter soll eine kritische Vermittlung beider Ansätze vorgeschlagen werden und damit Materie im Allgemeinen und der (geschlechtliche) Körper im Besonderen als hergestellt/konstruiert, aber durch die historisch-materielle Praxis vermittelt, begriffen werden. Schließlich wird die Analyse der Hervorbringung von Materie mit Marx‘ Konzept der Arbeit verknüpft und damit gezeigt, dass es produktiver und reproduktiver Arbeit bedarf, um geschlechtliche Materie herzustellen.

 

Franziska Haug ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und promoviert zu ästhetischen Verfahren der Produktion von Geschlecht durch Arbeit.

 

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