Vortrag

Zur gesellschaftlichen Herstellung von Geschlecht

Zur gesellschaftlichen Herstellung von Geschlecht –
Fokus biologisches Geschlecht: Bedeutung für die pädagogische Praxis
// mit Heinz-Jürgen Voß

// Biologisches Geschlecht erscheint vielen als „sicher“, als „natürlich“ im Sinne von vorgegeben und unabänderlich. Das ist es nicht. Auch bei den derzeitigen biologischen Konzepten über Geschlecht – genauso wie bei den historischen – handelt es sich um Theorien. Sie sind Resultat einer gesellschaftlichen Ordnung, die zwei Geschlechter unterscheidet – und die in der Bundesrepublik Deutschland noch immer nicht vor menschenrechtsverletzender Gewalt zurückschreckt, wenn es darum geht, eindeutig „weiblich“ oder „männlich“ herzustellen.
Heinz-Jürgen Voß arbeitet heraus: Mit den aktuellen biologischen und medizinischen Theorien über Geschlecht sind besser viele Geschlechter erklärbar, als nur zwei oder drei. Daran schließt er einige pädagogisch Relevante Ableitungen an.

Wer sich inhaltlich bereits vorbereiten mag, kann „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ (4. Aufl. 2018; Stuttgart: Schmetterling-Verlag) lesen.

// Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß: Jg. 1979, Studium der Diplom-Biologie in Dresden und Leipzig. Promotion 2010 zur gesellschaftlichen Herstellung biologischen Geschlechts in Bremen. Seit Mai 2014 Professur für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung an der Hochschule Merseburg und Leitung des
Forschungsprojekts Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung, beides gefördert im Rahmen der BMBF-Förderlinie Sexuelle Gewalt in pädagogischen Einrichtungen. Forschungsschwerpunkte: Sexualwissenschaft (sexuelle Bildung, sexuelle Gewalt), biologischmedizinische
Geschlechtertheorien, Geschichte und Ethik der Medizin und Biologie, Queerfeministische und kapitalismuskritische Theorien. Thematisch zugehörige Publikationen: Making Sex
Revisited (2010, 3. Aufl. 2011), Geschlecht: Wider die Natürlichkeit (2011, 4. Aufl. 2018), Intersexualität – Intersex: Eine Intervention (2012), Geschlechtliche, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung: Praxisorientierte Zugänge (Hg., gem. mit Michaela Katzer, 2016), Geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung durch Kunst und Medien: Neue Zugänge zur sexuellen Bildung (Hg., gem. mit Michaela Katzer, 2019). Kontakt: voss_heinz@yahoo.de / www.heinzjuergenvoss.de .

// Eine Veranstaltung des studentischen Arbeitskreis que(e)r_einsteigen des Studierendenrates der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.